Private Krankenversicherung
Bei einer privaten Krankenversicherung wird der Versicherungsnehmer individuell nach seinen Wünschen versichert. Er ist dann nur sich selbst verpflichtet und nicht der Gemeinschaft, ganz im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Wer kann sich privat krankenverischern?
Privat versichern kann sich grundsätzlich jeder, egal ob Arbeiter oder Angestellter, Beamter, Freiberufler oder Selbständige. Wobei den beiden letztgenannten diese Möglichkeit ohnehin freisteht und Beamte sich sowieso selbst krankenversichern müssen, wird Arbeitern und Angestestellten eine Grenze gesetzt. Ihr monatlicher Bruttolohn muß mindestens 4.012,00 Euro betragen. Ab dieser Höhe haben sie die Möglichkeit, der privaten Krankenversicherung beizutreten. Natürlich hat der Gesetzgeber Interesse daran, soviel Versicherte als möglich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu halten, zum Nutzen der Solidargemeinschaft.
Privaten Krankenversicherung – Vor – und Nachteile
Beamte, Selbständige und Angestellte, können durch einen Wechsel zur privaten Krankenversicherung einige tausend Euro an Beiträgen einsparen. Die privaten Versicherungen sind privatwirtschaftlicher strukturiert und deshalb den gesetzlichen Regelungen weniger unterworfen. Hierdurch kommt es unter den verschiedenen Krankenversicherungen zu mehr Wettbewerb. Es kann sich sogar ein interner Wechsel lohnen.
Hürden auf dem Weg zur privaten Krankenversicherung
Während die gesetzlichen Krankenversicherungen verpflichtet sind, jeden zu versichern, auch chronisch Kranke, gibt es da bei den privaten eine Hürde. Wenn überhaupt ein chronisch Kranker aufgenommen wird, ist dies zumeist mit einem Risikoaufschlag verbunden. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden selbst Rentner mit einer kleinen Rente weiterversichert und mit den Grundleistungen versorgt. Bei der privaten hingegen werden die Beiträge dem Alter und dem Gesundheitszustand angepasst.
Abrechnung der Arztkosten
Bei der gesetzlichen werden die Arztkosten direkt mit der Kasse abgerechnet. Bei der privaten müßen die Kosten vorfinanziert werden, um sie dann bei der Kasse vorzulegen. Die Heilpraktikerkosten, sowie die Akupunkturkosten werden ebenfalls teilweise von der privaten Krankenversicherung übernommen. Die umfangreichen Vor – und Nachteile gut zu vergleichen, lohnt sich für den betroffenen Personenkreis auf jeden Fall.
Für Menschen, die bei einer gesetzlichen Kasse versichert sind, gibt es die Möglichkeit für bestimmte Leistungen eine günstige Krankenzusatzversicherung abzuschließen.


